redaxo - CMS:

Die nachfolgenden Erläuterungen ersetzen keinesfalls die redaxo-doku auf www.redaxo.de. Sie stellen lediglich eine Übersicht dar.

Die Dokumentation auf redaxo.de ist zwar in die Versionen 2.x, 3.x und 4.x unterteilt, jedoch sind die Hinweise unter 3.x zum größten Teil auf die Version 4 übertragbar. Dies gilt insbesondere, solange die Dokumentation der noch jungen Version 4 noch ein wenig spärlich ausfällt.

Die Planung

Der erste Schritt zu einer neuen Website liegt natürlich in ihrer Planung.

Viel wichtiger als die grafischen Details sind in diesem ersten Stadium die Überlegungen zur inhaltlichen Strukur der Seite.

In welche Kategorien soll die Webseite aufgeteilt sein, welche Menüpunkte ergeben sich durch die Aufteilung? Gibt es Unterkategorien? Wenn ja – welche?

Das Ergebnis dieser Überlegungen entspricht dann sinnigerweise direkt den Kategorien, die man in redaxo später unter dem Menüpunkt “Struktur” anlegt.

Bis zu diesem Zeitpunkt spielt redaxo noch keine Rolle. Die Planungen und Ideen kann man auf einem Blatt Papier oder mit einem Grafikprogramm oder einer Textverarbeitung oder – wer’s kann – auch nur im Kopf festhalten.

Je detaillierter im Vorfeld gearbeitet wurde, desto leichter sollte die Umsetzung gelingen.

Die Seitenstruktur

Aus den ersten Überlegungen zum Layout der Seite ergeben sich bereits Hinweise darauf, wie die einzelnen Seiten der Internetpräsenz aussehen sollen. Es soll z. B. eine Kopfzeile geben, eine separate Menüspalte und einen “Hauptinhaltsbereich”.

Da die gestalterischen Möglichkeiten von HTML als “Sprache” zur Erstellung von Webseiten sehr beschränkt sind, wurden und werden leider auch heute noch viele Webseiten mit diversen Tricks wie verschachtelten Tabellen und “blinden” GIFs “in Form” gebracht. Dies erstaunlicherweise nicht nur von privaten “Homepage-Bastlern”, sondern durchaus auch von professionellen Agenturen oder Webdesignern, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen.

Wer die kurze Einführung zu redaxo gelesen hat, wird sich erinnern, dass es sich bei redaxo um eines der wenigen derzeit erhältlichen freien CMS handelt, welches auf barrierearme Webseiten ausgelegt ist.

Heute ist häufig von “Barrierefreiheit” die Rede. Dies meint in Bezug auf Internetseiten bestimmte Vorgehensweisen bei der Gestaltung bzw. Codierung der HTML-Seiten. In erster Linie geht es um die Trennung von Struktur und Formatierung eines HTML-Dokumentes. Dies wird durch den Einsatz von Cascading-Stylesheets (CSS) erreicht, die das Aussehen der Seite und ihrer Bestandteile beschreiben.

Wer die mit redaxo gelieferten Beispielseiten als Basis für eine neue Website nutzen möchte, braucht sich zunächst um (X)HTML oder CSS keine großen Gedanken zu machen.

Vielleicht kommt bei der einen oder dem anderen aber doch das Bedürfnis mehr über dieses Thema zu erfahren:

Der Einstieg in das Thema HTML und alles was damit zu tun hat, findet sich bei selfhtml.

Einen sehr zu empfehlenden Einstieg in CSS-Techniken und die Idee des barrierefreien Webdesigns stellt u. a. die Website des e-workers dar.

Der Begriff der Seitenstruktur bezeichnet also nicht nur den inhaltlichen Aufbau der Webseite mit ihren Kapiteln und Rubriken, sondern auch den Aufbau der einzelnen Seite mit Überschriften, Text- und Menübereichen, sowie deren grafische Gestaltung.

Übrigens: Der Aufbau der Seitenstruktur wird in redaxo in der Strukturverwaltung erledigt. ;-)

Die Kategorien

Alle Einstellungen und die Pflege der Inhalte der mit Redaxo erstellten Website werden im sogenannten “Backend” durchgeführt. Dieses erreicht man nach der Installation über den Internetbrowser nach Eingabe der Adresse der eigenen Website mit dem Zusatz “/redaxo/”. Also z.B. “http://www.namedersite.de/redaxo/”

Nachdem man sich dann mit Benutzernamen und Passwort angemeldet hat, befindet man sich in der Strukturverwaltung im Backend der Website. Das Gegenstück zum Backend ist übrigens das Frontend. Das Frontend stellt die Inhalte der Site dar, so wie alle Internetbenutzer diese Seite sehen werden.

Der Inhalt der Website wird in Redaxo in Kategorien und Artikel strukturiert. Jede Kategorie enthält immer einen Startartikel und kann beliebig viele weitere Artikel beinhalten. Die Kategorien stellen grundsätzlich auch die Menüstruktur der Website dar.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist am Anfang, dass zunächst nur der Startartikel im Frontend der Webseite dargestellt wird. Sollen auch weitere Artikel der Kategorie dargestellt werden, so muss dies extra vorbereitet werden. Dazu später mehr.

In der redaxo – Doku gibt’s nähere Informationen zu den Kategorien

Die Artikel

Die Artikel spielen bei der inhaltlichen Gestaltung einer redaxo-Site die zentrale Rolle. Ein Artikel enthält die Überschriften, Texte, Grafiken, Formulare und alle weiteren denkbaren Bestandteile einer Seite. Nur die Menüführung, die sich ja grundsätzlich aus den Kategorien im Backend ergibt, wird in der Regel nicht direkt durch einen Artikel repräsentiert.

Jeder Artikel setzt sich aus so genannten Blöcken zusammen. So bietet redaxo z. B. einen Block, der die Erfassung und Darstellung einer Überschrift ermöglicht oder einen Block, der wiederum einen Text und dazu noch eine Grafik auf der Website darstellt.

Die Funktionalität eines solchen Blocks, also z. B. die Möglichkeit einen Text für eine Überschrift einzugeben und dann über ein Auswahlfeld die Größe der Überschrift in Form von h1, h2 … h6 anzugeben, wird durch ein entsprechendes Modul zur Verfügung gestellt.

Bleiben wir bei dem Beispiel mit der Überschrift:
Um im Editier-Modus eines Artikels einen Block „Überschrift“ durch das Auswahlfeld „Block hinzufügen“ nutzen zu können, muss zunächst im Backendbereich „Module“ ein Modul „Überschrift“ angelegt worden sein, welches die benötigte Funktionalität „zeige den eingegebenen Text als Überschrift in der Größe xy an“ zur Verfügung stellt.

Der aufmerksame Leser fragt sich nun natürlich: „Ich muss also erst mal die entsprechenden Module zur Verfügung stellen oder programmieren oder … wie auch immer, nur um Seiteninhalte erfassen zu können? Antwort: Ja!

Klingt im ersten Moment aufwändig, ist es aber gar nicht. Zum einen stehen im Downloadbereich der redaxo-Seite derzeit bereits über 300 Module für unterschiedlichste Anwendungszwecke zur freien Nutzung bereit. Andererseits kann man sehr gezielt nur die Module zur Verfügung stellen, die man als Block in einem Artikel unbedingt benötigt.

In der redaxo – Doku gibt es nähere Informationen zum Thema Artikel und Module/Blöcke

Die Templates

Erinnern wir uns: Bei der Seitenstruktur wird zwischen Inhalt und grafischer Erscheinung der Website unterschieden. Mit der Erstellung der Kategorien, der darin enthaltenen Artikel und ihren Blöcken ist die Website inhaltlich bereits erfasst. Der Aufbau bzw. die Darstellung der jeweiligen Seiten erfolgt über die Templates.

Jeder Artikel, der im Frontend der Website dargestellt werden soll, benötigt ein Template. Hierbei handelt es sich zunächst um den HTML-Code, der die Darstellung einer Webseite überhaupt erst ermöglicht. Die Inhalte, die über die Strukturverwaltung in den Artikeln erfasst wurden, werden über eine spezielle Funktion

$this->getArticle()

in das Template integriert. Der HTML-Quellcode des Templates bestimmt dann das Aussehen dieses Artikels.

Es ist möglich mehrere Templates für unterschiedlich gestaltete Bereiche einer Website anzulegen. So kann theoretisch jeder Artikel mit einem eigenen Template, nennen wir es Seiten-Template, versehen werden und sich dadurch grafisch von jedem anderen Artikel unterscheiden.
In der Regel dürfte man mit einem Seiten-Template auskommen. Jedoch ist es möglich und oft auch sinnvoll die Funktionalität einer Website in mehrere Templates, je nach Aufgabe, zu unterteilen.

Ein wichtiger Bestandteil sind hierbei die so genannten Navigations-Templates. Diese stellen den Aufbau bzw. die Funktionalität der Seitennavigation zur Verfügung und können einfach in ein Seiten-Template eingebunden werden.

Details erfährt man in der redaxo – Doku im Kapitel Templates

Da ich mittlerweile selbst einige Templates und Module entwickelt habe, die zum Teil auch auf redaxo.de zum Download bereitstehen, werde ich diese hier auf raybeam.de näher erläutern und dokumentieren.

Beginnen möchte ich mit den YAML-Templates.